Beispiele für erfolgreiche Impact-Investings

Beispiele für erfolgreiche Impact-Investments

Schon heute verändern Impact-Investments weltweit das Leben von Menschen zum Besseren. In Indien leistet etwa die Organisation Lok Capital seit Jahren wertvolle Arbeit und hat nach eigenen Angaben zur Schaffung von etwa 40.000 Arbeitsplätzen beigetragen sowie für 400.000 Einwohnern den Zugang zu medizinischer Versorgung erleichtert.

Das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt ist nach wie vor geprägt von einem starken Kontrast zwischen Stadt und Land und von großen Bildungs- und Einkommensunterschieden. Zwar hat Indien sich längst als eine IT-Supermacht etabliert, doch zugleich leben dort weiterhin Millionen Menschen unter der Armutsgrenze und haben weder Zugang zu sauberem Wasser noch die Möglichkeit, eine ausreichende Schulbildung zu absolvieren.

In einem solchen Umfeld kann Impact-Investing eine wichtige Rolle spielen, um da einzuspringen, wo der Staat überfordert ist und rein gewinnorientierte Unternehmen keine Renditechancen sehen. So hat Lok Capital auch in ein Unternehmen investiert, das sich auf Kredite spezialisiert, die Familien mit geringem Einkommen den Traum vom Eigenheim ermöglichen sollen. Ein anderes Unternehmen verfolgt das Ziel, den Preis für Diabetes-Behandlungen deutlich zu reduzieren. Andere Investments sollen helfen, die Zahl der Versicherten zu erhöhen oder die Milchproduktion zu professionalisieren. Gerade weil diese Investments in ärmlichen Regionen stattfinden, können die Lebensumstände der Betroffenen zum Teil schon durch geringe Geldsummen deutlich verbessert werden.

Sauberes Wasser für eine halbe Millionen Menschen

Auch in Afrika stoßen Impact-Investments wichtige Veränderungen an. Der Vital Capital Fund hat sich darauf konzentriert, „das wirtschaftliche, persönliche und soziale Wohlergehen von Gemeinschaften mit niedrigem und mittlerem Einkommen in Afrika südlich der Sahara zu verbessern“ und macht das laut eigenen Angaben zu 100% durch Impact-Investments. Ein Schwerpunktland ist dabei Angola. So ging Geld an das Unternehmen Water For All, das seine Mission schon im Namen trägt. Der fehlende Zugang zu Wasser ist ein großes Problem in Angola, das laut Weltbank etwa 30 Prozent der ländlichen Bevölkerung betrifft. Water For All gelang es nun, durch den Einsatz moderner Filteranlagen und Speichermöglichkeiten eine halbe Millionen Menschen aus der Notlage zu befreien, keinen ausreichenden Zugang zu Wasser zu haben.

Auch das schwach ausgebaute Stromnetz in Angolas Provinz behindert den wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg der dort lebenden Menschen. Zugleich behelfen sie sich oft mit Dieselgeneratoren, die zusätzlich die Umwelt belasten. Ein ambitioniertes Projekt mit Namen SGWK (Sume-Gabela-Waku-Kungo) baute das vorhandene Stromnetz mithilfe neuer Umspannwerke um mehr als 300 Kilometer aus.

Impact-Investing hilft auch in Industrienationen

Auf diese Weise konnten abgelegene Siedlungen mit Elektrizität versorgt werden, in denen mehr als 150.000 Menschen leben. Der Vital Capital Fund finanziert noch weitere Projekte, die ebenfalls eine bedeutsame Verbesserung der Lebensumstände in den entsprechenden Regionen bewirken. Etwa durch den Bau von Krankenhäusern, die Förderung der Landwirtschaft oder der erneuerbaren Energien. 

Allerdings ist Impact-Investing keineswegs nur auf Entwicklungsländer reduziert. Auch in Industrienationen wird es zur Lösung sozialer und ökologischer Probleme eingesetzt. Ein wichtiger Unterschied ist dabei, dass der finanzielle Aufwand entsprechend größer ist, denn ein Euro bewirkt in Großbritannien weniger als in Angola.  In Industrienationen sind die Grundbedürfnisse nach saubererem Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung zumeist gesichert. Ein Schwerpunkt besteht hier in der Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum. So wurde in Durham (Großbritannien) etwa ein Neubaugebiet über Impact-Investing finanziert, das aufgrund einer innovativen Bauweise nicht nur auffallend schnell fertiggestellt werden konnte, sondern dabei auch nur die Hälfte des Schutts herkömmlicher Bauarbeiten produzierte.

Mit Investitionen in Zukunftstechnologien auf den Klimawandel reagieren

Womöglich handelt es sich dabei um eine Innovation, die künftig vermehrt in der Bauindustrie Verwendung findet, um die Umwelt zu entlasten. Andere Schwerpunkte in Industrienationen sind die soziale Gleichstellung von Minderheiten, der Kampf gegen Süchte, wie Alkoholismus oder Drogen sowie das Investieren in den Umweltschutz und in Zukunftstechnologien, denen eine wichtige Rolle bei der Lösung ökologischer und ökonomischer Aufgaben zugetraut wird.

Es gibt viele gelungene Beispiele dafür, wie Impact-Investing auf verschiedensten Ebenen Gutes bewirken kann. Dabei spielt es keine Rolle, wo auf der Welt diese Investitionen stattfinden. Sie können in Industrienationen ebenso wichtig sein wie in Schwellenländern und leisten einen bedeutenden Beitrag dafür, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen.